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Michael Masters und Reicholzheim

Michael Masters
1957 bin ich in Frankfurt am Main geboren, kaum 120 Kilometer von Reicholzheim entfernt. Das ist ein Ort im ‚lieblichen’ Taubertal, kurz bevor die Tauber bei Wertheim in den Main mündet. Reicholzheim gehört heute auch als Ortsteil zur Stadt Wertheim, das eine der schönsten Städte am Main ist - und der Main ist reich an schönen mittelalterlichen Städten.

Dabei gab es viele Jahrhunderte lang eine intime Lokalfeindschaft zwischen dem evangelischen Wertheim und dem katholischen Reicholzheim. Wertheim war Hauptstadt der kleinen, wohlgeordneten Grafschaft Wertheim-Löwenstein, während Reicholzheim der Hauptort eines winzigen Zwergstaats war – der alten Zisterzienserabtei Bronnbach. Deren Gebäude liegen heute noch, kaum verändert, drei Kilometer südlich von Reicholzheim an der Tauber, und bilden eine prachtvolle historische Anlage.

Die hügelige Landschaft zwischen Bauland, Odenwald und Main bietet phantastische Ausblicke, und der Wein von Reicholzheim ist noch immer berühmt, ebenso wie der rote Sandstein, der lange dort geschlagen wurde. Viele Menschen sind erstaunt zu erfahren, dass der schmale Zipfel hier am Main weder bayrisch noch hessisch ist, sondern badisch – obwohl er dennoch zu Franken gehört.

Wie bin ich dazu gekommen, ein Ortsfamilienbuch von Reicholzheim zu schreiben? Mein Großvater wurde dort geboren. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil, heiratete kurz nach Kriegsende in Norddeutschland, wo er gestrandet war, und wanderte 1923 mit seiner norddeutschen Frau nach New York aus.

Dort wuchs mein Vater auf, der 1949, nach einem Studium in Ohio, nach Europa zurück kehrte und sich 1955 in Frankfurt niederließ.

Er besuchte mit uns zwar einmal den Geburtsort seines Vaters, ich war aber noch zu klein, mich später zu erinnern, wo das war. Als mein Vater verstorben war, konnte ich ihn nicht mehr fragen. So war mir das Land meiner großväterlichen Wurzeln ein Rätsel – einzig dass es sich um einen Ort in Baden handelte, wusste ich.

Erst im Jahr 2003 war ich hartnäckig genug, selber in Norddeutschland beim Standesamt vorzusprechen, wo mein Großvater 1918 geheiratet hat, und so bekam ich endlich seinen Geburtsort heraus.

Mein erster Besuch in Reicholzheim im Sommer 2003 verlief sehr erfolgreich, und mir wuchs das schöne Taubertal sofort ans Herz. Da ich in das kühle Norddeutschland umgezogen war, wurde mir das liebliche Taubertal ein Ort der Sehnsucht nach den Wurzeln, und ich begann, inspiriert durch den Enthusiasmus von anderen Nachfahren von Reicholzheimern, die in den USA und Frankreich lebten, mich intensiver mit dem Reicholzheimer Familienbuch zu beschäftigen.

So entstand schließlich diese Webseite. Zu danken habe ich natürlich in erster Linie dem Begründer des Kirchlichen Familienregisters, auf dessen Arbeit das Ortsfamilienbuch fußt: dem Pfarrer Bernhard Schierstein, der 1804 die Arbeit unternahm, alle bisherigen Kirchenbücher zu einem Familienregister zusammen zu fassen.

Derzeit lebe ich wieder, glücklich verheiratet und mit einer bald fünfjährigen Tochter, in Frankfurt am Main. Außerdem habe ich zwei sehr liebe Enkelkinder.

Ich kann nicht allen Menschen danken, die mir bei der Erstellung des Ortsfamilienbuchs geholfen haben.

Ganz besonderer Dank aber gebührt

Alain Dorbath, Frankreich, der bei der Beschaffung der nötigen Fotokopien half
Kurt McCrary, USA, der mit seinem Enthusiasmus das Projekt auf den Weg brachte
Margit Oswald, für ihre geduldige Hilfe bei schwierigen Transkriptionen
Holly Riedl, geb. Matzer, für ihre Gastfreundschaft und ihr phantastisches Gedächtnis
meinem Großvater Wendelin Matzer, für seine Geschichte
und meiner Frau Marianne, die diese Arbeit mit Liebe und Toleranz begleitet hat.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf dieser Website und hoffentlich gute Erkenntnisse.